Zuspitzung zwischen Iran und USA im persischen Golf
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Zuspitzung zwischen Iran und USA im persischen Golf

Die Lage zwischen den USA und Iran spitzt sich mit dem Angriff auf zwei Tanker im Golf von Oman zu, doch die Verursacher der Attacke bleiben unklar. Jetzt veröffentlichte das US-Zentralkommando Centcom ein Video, auf dem ein iranisches Schnellboot zu sehen ist.

Die Besatzung des Boots habe den Angaben zufolge eine Mine vom Rumpf des deutschen Öltankers “Kokuka Courageous” entfernt, weil diese nicht explodiert sei. Das Schiff wird vom Dienstleister Bernhard Schulte Shipmanagement (BSM) im Auftrag der japanischen Reederei Kokuka Sangyo betrieben und läßt es zum Hafen Khor Fakkan, beheimatet in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), schleppen.

Was geschah bei den Angriffen auf die Öltanker?

Der Tanker “Kokuka Courageous” mit Methanol an Bord wurde innerhalb von drei Stunden das Ziel zweier Angriffe. Beim ersten Mal erschütterte eine Explosion das Heck und danach wurde später das Mittschiff getroffen. Vor der Explosion hätte die Crew des Schiffs “fliegende Objekte” beobachtet, wie der Präsident von Kokuka Sangyo im Rahmen einer Pressekonferenz berichtete.


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Zum Zeitpunkt des Zwischenfalls befand sich der US-Zerstörer “USS Bainbridge” in der Nähe, die gesamte Besatzung bestehend aus 21 Mann vom Tanker evakuierte. Zwischenzeitlich ist die Mannschaft wieder zurück auf dem Chemietanker. Wie BSM erläuterte werde das Schiff nicht sinken.

Das Video des US-Zentralkommandos Centcom soll iranische Revolutionsgarden zeigen, die von der Außenwand der “Kokuka Courageous” einen Sprengsatz lösten, der nicht explodierte war. Die USA beschuldigten den Iran als Verantwortlichen für die Angriffe auf den Tanker. Der iranische Außenminister bezeichnete diese Vermutung als “lächerlich, dennoch sei dies gleichzeitig besorgniserregend und gefährlich”, während der Präsident des reichen Ölstaats, Hassan Rohani in Kirgisien verlautbaren ließ, dass die US-Handlungen die Stabilität im Nahen Osten ernst bedrohen würden.

Bei dem zweiten angegriffenen Schiff handelte es sich um die “Front Altair”, die von der Reederei Frontline aus Norwegen betrieben wird und mit 75.000 Tonnen Naphtha beladen ist. Naphta ist Rohbenzin und wird vor allem zur Herstellung von Flugzeugtreibstoff und Benzinkraftstoffen verwendet.

Der Öltanker, der mit Landesflagge der Marshallinseln beflaggt ist, befuhr zum Zeitpunkt des Angriffs die Route Abhu Dhabi – Kaoshsiung in Taiwan. Eine Explosion erschütterte das Schiff und es brach ein Feuer aus. Die 23 Mann starke Besatzung wurde vom Schiff “Hyundai Dubai” gerettet und im iranischen Hafen Bandar Abbas abgesetzt.

EU analysiert Lage

Die EU beobachtet den Vorfall mit Sorge, doch der Auswärtige Dienst möchte die Lage erst einmal bewerten und Informationen sammeln. An den Schuldzuweisungen der USA hat sich die EU bis Ergebnisse vorliegen, vorerst nicht angeschlossen.

China forderte alle Beteiligten zur Besonnenheit auf, da Niemand einen Krieg in der Golfregion möchte. Die einzelnen Parteien sollten dem chinesischen Außenminister zufolge miteinander sprechen, um den Frieden und Stabilität in der Region sicherzustellen. Neben China zeigte sich auch die Türkei besorgt über die aktuelle Zuspitzung und sprach sich gegen eine voreilige Reaktion aus.

Gefahr eines Kriegs gestiegen?

Die Angriffe auf die beiden Öltanker haben weltweit für Bestürzung gesorgt und zugleich wächst die Besorgnis vor einem Krieg in der Golfregion. Zwischen den USA und Iran sind die Fronten durch den ernsten Vorfall in der Straße von Hormus verhärtet. Zum Schutz der Handelsschiffe auf der wichtigen Handelsroute, die vor allem dem Öltransport dient, entsandte die US-Regierung mittlerweile ein weiteres Kriegsschiff in den Golf.

Ein Gespräch zwischen US-Präsident Donald Trump und Irans Ajatollah Ali Chamenei scheint derzeit unwahrscheinlich zu sein. Der japanische Premierminister Shinzo Abe versucht eine Verhandlung herbeizuführen, doch sowohl Trump als auch Chamenei erteilten Gespräch eine Absage.

Nach Ansicht der USA sei nur der Iran zu einer derart präzisen Aktion in der Region in der Lage, weil das Land die Waffen, Expertise und das Wissen der Geheimdienste besitze. Wenn beide Länder keine diplomatische Lösung finden, könnte sich ein kriegerischer Konflikt entwickeln und hätte weitreichende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.

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Beitragsbild: @ depositphotos.com / PromesaStudio

Andreas Krämer

Andreas Krämer ist seit über 12 Jahren als Texter mit seinem Schreibbüro aktiv. Er hat sich auf die Erstellung von Fachtexten, Blogbeiträgen, Newsartikeln und App-Testberichte für kommerzielle Webseitenbetreiber sowie Printmedien spezialisiert.
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