Andreas Krämer ist seit über 12 Jahren als Texter mit seinem Schreibbüro (www.sauerlandtext.de) aktiv. Er hat sich auf die Erstellung von Fachtexten, Blogbeiträgen, Newsartikeln und App-Testberichte für kommerzielle Webseitenbetreiber sowie Printmedien spezialisiert.
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EMP – Wie gefährlich sind elektromagnetische Waffen?

9EMP - Wie gefährlich sind elektromagnetische Waffen

Elektromagnetische Waffen gelten als die gefährlichste Waffentechnologie mit der gezielt Länder, Städte, Stromnetze oder ganze Regionen lahmgelegt werden könnten, um einen strategischen Vorteil im Zuge eines Angriffs zu erhalten. Bis heute existieren derartige Waffen offiziell nicht, die mit einem EMP (elektromagnetischen Impuls) arbeiten. Inoffiziell soll das Militär weltweit seit Jahrzehnten an EMP-Waffen forschen, die eines Tages eingesetzt werden könnten.

EMP-Atomwaffentest Starfish Prime

Am 9. Juli 1962 führte das US-Militär einen hochatmosphärischen EMP-Atomwaffentest in 380 Kilometern Höhe mit einer Sprengkraft von über 1400 Kilotonnen TNT durch, um die Auswirkungen und Effektivität eines elektromagnetischen Impulses zu untersuchen.

Im Rahmen des Tests schossen die Verantwortlichen eine Thor-Rakete in den Himmel, die auf dem Johnston-Atoll stationiert war. Der Atomwaffensprengkopf vom Typ W-49 explodierte auf seiner Zielhöhe und löste einen EMP-Impuls mit gravierenden Folgen aus.

Über Hawaii und Kwajalein erschienen als Folge der Explosion Lichteffekte, die dem des Polarlicht ähnelten. Im Umfeld der Atomexplosion traf der EMP sämtliche elektronische Geräte und die Stärke des Impulses übertraf die Erwartungen. Noch in rund 1500 Kilometern Entfernung versagten auf Hawaii etwa 300 Straßenlaternen ihren Dienst, als sie der EMP traf.

Eine Richtfunkantenne fiel aus und führte zum Ausfall wichtiger Telefonleitungen zwischen Kauai und den Hawaii-Inseln. Die Öffentlichkeit erfuhr durch die negativen Auswirkungen von dem Waffentest und die damit verbundenen Gefahren eine elektromagnetischen Impulses.

Die Röntgenstrahlung ionisierte jahrelang die Magnetosphäre, was sieben Satelliten schachmatt setzte. Seit diesem erfolgreichen Test wurden offiziell keine weitere Erprobungen von EMP-Waffen durch die USA durchgeführt, doch insgeheim dürften Forschungsprogramme laufen, allein schon weil China und Russland in solche Waffentechnologien investieren.

Mobile Hochleistungsmikrowellen-Waffen

Heute existieren bereits mobile Hochleistungsmikrowellen-Waffen mit denen gezielt Gebäude und die Elektronik in Fahrzeugen außer Gefecht gesetzt werden können. In Zukunft könnten solche tragbaren EMP-Waffen verwendet werden, um bestimmte wichtige Infrastrukturen eines Landes, wie zum Beispiel das Stromnetz, Sicherheitssysteme oder Überwachungsanlagen lahmzulegen.

Neben den USA sollen Russland und China an EMP-Waffen arbeiten. Zur Zeit herrscht ein Rüstungswettlauf, in dessen Verlauf eine mögliche Eskalation zum Einsatz elektromagnetischer Waffen führen könnte.

Schutz vor elektromagnetischen Waffen

Vor dem Angriff einer EMP-Waffen besteht bis heute kein effizienter Schutz, weshalb in den USA der Bundesrechnungshof GAO (General Accountability Office) die Behörden aufforderte, sich optimaler auf die Risiken von EMPs vorzubereiten. Im Jahr 2001 wurde eine EMP-Kommission eingesetzt und laut einem Bericht aus dem Jahr 2004 hätten sich Fortschritte bezüglich EMP-Schutz ergeben.

Die EMP-Kommission warnte in ihren Bericht eindringlich vor den Gefahren, die mit einem elektromagnetischen Impuls in Verbindung stehen. Nicht nur EMP-Waffen seien ein Risiko, sondern auch Sonnenstürme könnten katastrophale Folgen haben. Der Abschlussbericht 2008 zeigte in aller Ausführlichkeit die Gefahrenlage. Selbst technologisch weniger fortschrittliche Gegner könnten dem Bericht zufolge in der Lage sein, derartige Waffen einzusetzen.

Strom und Elektronik als Achillesfersen

Die starke Abhängigkeit der heutigen Gesellschaft von Strom und Elektronik ist eine Achillesferse, die leicht angreifbar ist. Die Stromnetze und Elektronik sind gegen einen EMP-Impuls nicht geschützt. Eine Härtung der Stromleitungen und elektronischer Geräte würde Milliardenkosten verursachen, die gescheut werden, doch die Bedrohungslage verschärft sich durch den Rüstungswettlauf.

Investitionen in Schutzsysteme, die die Achillesfersen unserer modernen Zivilisation vor einer zeitweisen Zerstörung durch einen EMP bewahren, sind unbedingt erforderlich, um die Bevölkerung und Infrastruktur vor einer solchen Gefahr zu schützen. Wenn ein EMP-Impuls auf ein Stromnetz oder Elektrogerät trifft, dann wird es außer Gefecht gesetzt, während wir Menschen selbst nicht unmittelbar bedroht sind. Der Impuls einer EMP-Waffe kann weder Tier noch Mensch verletzen, lediglich alle Elektronik wird zerstört.

Video zum Thema EMP

Bild: @ depositphotos.com / ellandar

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Rüstungsausgaben erreichen 2018 neuen Rekordstand

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Nach dem Bericht „Jane´s Defence Budgets 2018“ werden die weltweiten Rüstungsausgaben im Jahr 2018 um 3,3 Prozent auf 1,67 Billionen US-Dollar steigen und ist ein Betrag, der seit dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr erreicht wurde. Die Angst vor Kriegen und Konflikten steigt, weil die Länder ihre Waffensysteme unter realen Bedingungen testen möchten. Deutschland zählt mit den USA, Russland, China und weiteren Staaten zu den führenden Rüstungsexporteuren auf der Welt.

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Unheimlicher Hefepilz Candida Auris bedroht Menschenleben

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Der Candida Auris wurde im Jahr 2009 im Ohr einer japanischen Patientin entdeckt und verbreitet sich seit seiner Entdeckung rasant um den Globus. Vor allem auf Menschen mit schwachen Immunsystem hat es der gefährliche Hefepilz abgesehen, weshalb Patienten in Krankenhäusern und Senioren besonders bedroht sind. Der „Killerpilz“ hat eine Todesrate von 50 bis 70 Prozent und die Wissenschaft kennt bisher keinen Weg seine rapide Verbreitung effektiv zu stoppen. In Großbritannien, Deutschland, Asien, Afrika und den USA taucht der Candida Auris Hefepilz verstärkt auf.

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