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Unheimlicher Hefepilz Candida Auris bedroht Menschenleben

Der Candida Auris wurde im Jahr 2009 im Ohr einer japanischen Patientin entdeckt und verbreitet sich seit seiner Entdeckung rasant um den Globus. Vor allem auf Menschen mit schwachen Immunsystem hat es der gefährliche Hefepilz abgesehen, weshalb Patienten in Krankenhäusern und Senioren besonders bedroht sind. Der „Killerpilz“ hat eine Todesrate von 50 bis 70 Prozent und die Wissenschaft kennt bisher keinen Weg seine rapide Verbreitung effektiv zu stoppen. In Großbritannien, Deutschland, Asien, Afrika und den USA taucht der Candida Auris Hefepilz verstärkt auf.

Was ist Candida Auris?

Vor neun Jahren fanden Ärzte in Japan den bis dato unbekannten Hefepilz bei einer Patiention, die an einer Pilzerkrankung im Ohr litt. Der Keim wurde analysiert und als eine aggressive Variante des Hefepilzes Candida identifiziert und erhielt die Bezeichnung Candida Auris. Das Wort Auris stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Ohr.

Der mysteriöse Hefepilz fand wenig später seinen Weg nach Südkorea, Indien, Südafrika und Kuwait. In den USA sind bisher 174 Fälle gezählt worden, in Großbritannien sind 200 Fälle bekannt geworden und in Deutschland sind bisher weniger als ein Dutzend Menschen an Candida Auris erkrankt.

US-Seuchenzentrale CDC ordnet Candida Auris als Killerkeim ein

Die US-Seuchenschutzbehörde Center of Disease Control (CDC) stufte den Hefepilz wegen seiner Gefährlichkeit im September 2017 (https://www.cdc.gov/fungal/diseases/candidiasis/recommendations.html) als Killerkeim ein. In Deutschland veröffentlichte das Robert-Koch-Institut (https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2017/36/Art_02.html) eine Warnung vor dem Hautpilz.

Seit seinem ersten Erscheinen im Jahr 2009 wurden in unserem Land nur sieben Fälle gezählt, doch die tatsächliche Zahl der Infektionen könnte dennoch höher liegen, weil nicht jedes Labor den gesundheitsgefährdenden Killerpilz entdecken kann. Gegen zahlreiche Anti-Pilz-Mittel ist Candida Auris resistent. Weltweit sind bislang 800 Fälle von Menschen registriert worden, die der Hefepilz heimgesucht hat. Bei Todesfällen infizierter Personen konnte der Hefepilz nicht als eindeutige Todesursache festgestellt werden.

Keine spezifischen Symptome

Die Erkrankung an den Killerkeim lässt sich basierend auf spezifischen Symptomen nicht feststellen. Der unheimliche Pilz nutzt die Blutbahn als Verbreitungsweg im Körper. Als Konsequenzen kann eine Blutvergiftung, Infektion der Harnwege oder eine Wundinfektion drohen. Vor einer Pilzinfektion jeglicher Art schützt nur eine penible Hygiene. Ein Heilmittel gegen eine Infektion mit Candida Auris gibt es nicht, auch wenn die Gensequenz mittlerweile entschlüsselt werden konnte.

Gensequenz offenbart Geheimnisvolles

Nach der Analyse der Gensequenz kamen Forscher zu einem geheimnisvollen Ergebnis, dass mehr Fragen als Antworten liefert. Laut dem Forschungsergebnis der Gensequenz muss Candida Auris vier mal unabhängig voneinander entstanden sein. Die Entstehung geschah zeitgleich, obwohl die genetischen Stämme des Pilzes wegen der Unterschiede zu groß sind. Sie dürften daher nicht von demselben Urahn abstammen.

Das Ergebnis wirft die Frage auf, wie im Jahr 2009 der Hefepilz Candida Auris zeitgleich auftauchen konnte. Sein plötzliches Auftauchen in Verbindung mit seiner schnellen Verbreitung sorgt für Spekulationen und Theorien im Netz.

Spekulationen und Theorien

Die Spekulationen über die Herkunft des Candida Auris Hefepilzes fallen höchst unterschiedlich aus. In dem Killerpilz sehen die einen eine „Rache der Natur“ wegen der zunehmenden Zerstörung der Umwelt und auf der anderen Seite vermuten vor allem Verschwörungstheorien einen künstlichen Ursprung hinter dem Hefepilz.

Auf der ganzen Welt arbeiten Mikrobiologen, Gentechniker und Biologen an einer Erforschung des Killerkeims, um ihn effizienter bekämpfen zu können. Die Forschungsarbeit wird Jahre dauern und bis dahin kann sich jeder am besten vor einer Infektion mit Candida Auris schützen, indem strikte Hygiene-Regeln daheim, unterwegs und an anderen Orten eingehalten werden.

Gesunde Menschen sind von dem hochgefährlichen Killerpilz nicht direkt bedroht, weil ihr Immunsystem sie bekämpfen und besiegen kann. Die Zahl der Infektionen wird Einschätzungen zufolge steigen, weshalb Candida Auris verstärkt unter Beobachtung steht. Eine Pandemie droht der Erde aktuell nicht.

Video zum Thema

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https://www.youtube.com/watch?v=Weo5EXUFcm4

Beitragsbild: @ depositphotos.com / trueffelpix

Andreas Krämer
Andreas Krämer ist seit über 12 Jahren als Texter mit seinem Schreibbüro (www.sauerlandtext.de) aktiv. Er hat sich auf die Erstellung von Fachtexten, Blogbeiträgen, Newsartikeln und App-Testberichte für kommerzielle Webseitenbetreiber sowie Printmedien spezialisiert.
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