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Zwei Asteroiden verfehlten Erde knapp – 2018 CB und 2018 CC

Am ersten Februar-Wochenende entdeckten Astronomen zufällig den Asteroiden „2018 CB“, der die Erde mit einer Entfernung von rund 64.000 Kilometern in kosmischen Maßstab gerechnet, knapp verfehlen wird. Der Vorbeiflug erfolgte am Freitag, den 9. Februar 2018 gegen 23:30 Uhr, wie die US-Weltraumbehörde NASA der Öffentlichkeit mitteilte.

Eine Gefahr für die Erde bestehe und ein Einschlag von 2018 CB sei extrem unwahrscheinlich. Am 6. Februar 2018 düste mit 184.000 Kilometern Entfernung in dieser Woche bereits schon einmal ein Asteroid, der die Bezeichnung „2018 CC“ an unserer blauen Heimatwelt vorbei und hatte ein Durchmesser von 15 bis 30 Metern.

Asteroid 2018 CB keine Gefahr für die Erde

Der Asteroid 2018 CB ist ein Gesteinsbrocken von 15 bis 40 Metern im Durchmesser, wie die NASA mitteilte. Vor fünf Jahren verursachte ein vergleichbarer Himmelskörper, der Meteor von Tscheljabinsk, mit seiner Explosion über der gleichnamigen Stadt im russischen Ural für einen Milliardenschaden.

Der Meteor hatte ein Durchmesser von 20 Metern. Rund 1500 Personen wurden bei diesem Ereignis verletzt und über 7000 Bauwerke beschädigt. Als Ursprung des Meteoriten konnte er als Teil eines „Rubble Pile“-Asteroiden (https://de.wikipedia.org/wiki/Rubble_Pile) aus der Flora-Gruppe im inneren Asteroidengürtel identifiziert werden, weil in ihm das Mineral Jadeit festgestellt werden konnte.

Asteroiden und Meteoriten

Die Erde sieht sich mit Asteroiden wie 2018 CB und Meteoriten dem ständigen Risiko eines Einschlags konfrontiert, falls einer dieser Himmelskörper zu spät entdeckt und die Laufbahn unseres Planeten kreuzen sollte. Ein Asteroid von der Größe des 2018 CB taucht vielleicht ein bis zwei mal jährlich auf und rast an der Erde vorbei. Beim Einschlag eines Himmelskörper wären die Folgen für die Menschheit katastrophal, einem Feuersturm, der den gesamten Erdball erfassen könnte, würde eine jahrelange Eiszeit folgen.

Asteroideneinschlag und seine Folgen

Die Folgen eines Asteroideneinschlags würden in einer gravierenden Veränderung der Lebensbedingungen einhergehen. Nach einem Feuersturm würde eine schwere Form eines „nuklearen Winters“ folgen, weil der Einschlag Milliarden Tonnen von Staub in die Atmosphäre schleudern würde.

Die Sonneneinstrahlung würde sich verringern, die Temperaturen auf der ganzen Welt dramatisch sinken und dramatische Ernteausfälle verursachen. Zum Schutz würden Millionen Menschen unter die Erde fliehen und sich eine neue Existenz aufbauen, weil ein Großteil der Erdoberfläche wegen der eisigen Kälte unbewohnbar wäre. Von den rund acht Milliarden Menschen könnten drei bis vier Milliarden sterben. Vor den Einschlag eines Himmelskörpers kann sich die Erde nur bedingt schützen, eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht und die Himmelsüberwachung lückenhaft.

Himmelsüberwachung erdnaher Objekte

Die Himmelsüberwachung erdnaher Objekte wie 2018 CB gilt als ineffizient und ist eine der Ursachen für die späte Entdeckung von Asteroiden, Meteoriten und Kometen, die eine Gefahr für die Erde darstellen. Der Asteroid 2018 CB wurde erst sehr spät entdeckt, genauso wie sein Kollege 2018 CC und wissenschaftlichen Einschätzungen zufolge sind 80 Prozent der erdnahen Objekte von bis zu 300 Metern Durchmesser noch nicht erfasst worden.

Die Anzahl der bis heute kartographierten Himmelskörper inklusive 2018 CB beläuft sich auf über 17.000, wovon der überwiegende Teil Asteroiden sind. Bei den übrigen entdeckten erdnahen Objekten handelt es sich um 100 Kometen. Rund 8000 Objekte zeigen ein Durchmesser von mehr als 140 Metern und etwa 900 sind den Analysen zufolge über einen Kilometer groß. Am 23. Oktober 1924 vom deutschen Astrophysiker Walter Baade gefunden, ist (1036) Ganymed mit 31,7 Kilometern Durchmesser der bislang größte Asteroid, der im Umfeld der Erde entdeckt wurde und zum Armor-Typ, also erdnahen Objekten zählt.

In elf Jahren nähert sich der Asteroid Apophis der Erde auf eine Entfernung von rund 30.000 Kilometern und wird 2036 unseren Planeten erneut passieren. Wie der Abstand von Apophis im Jahr 2036 sein wird, konnte noch nicht ermittelt werden. Nach einer Berechnung von 2012 wird der Asteroid nicht mit der Erde kollidieren und wäre somit keine Gefahr für uns.

Video zum Thema 2018 CB

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https://www.youtube.com/watch?v=uTV1HlfZM24

Beitragsbild: @ depositphotos.com / meteor

Andreas Krämer
Andreas Krämer ist seit über 12 Jahren als Texter mit seinem Schreibbüro (www.sauerlandtext.de) aktiv. Er hat sich auf die Erstellung von Fachtexten, Blogbeiträgen, Newsartikeln und App-Testberichte für kommerzielle Webseitenbetreiber sowie Printmedien spezialisiert.
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