Nordkorea und USA planen Gipfeltreffen
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Nordkorea und USA planen Gipfeltreffen

Die verfeindeten Staaten Nordkorea und USA planen für Mai ein Gipfeltreffen, was als historisch gilt, weil die beiden Länder seit Jahrzehnten als verfeindet gelten und beide über Atomwaffen verfügen. US-Präsident Donald Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-Un wollen auf dem Gipfeltreffen miteinander reden.

Die zwei Politiker empfinden keine gegenseitige Sympathie, Trump bezeichnete den Diktator immer mal wieder als „Little Rocketman“ (kleiner Raketenmann), während Kim den umstrittenen US-Präsidenten öffentlich in der Spitze als „senil“ beschrieb. Das Gespräch zwischen beiden Staatsmännern könnte für Frieden in Korea sorgen.

Gipfeltreffen-Vorschlag kam von Kim Jong-Un

Die Idee zu einem Gipfeltreffen hatte Kim Jong-Un vorgeschlagen und diese Einladung nahm US-Präsident Trump jetzt an. Zugleich stellte der nordkoreanische Machthaber ein Ende der Atomwaffentests in Aussicht.

Der südkoreanische Sicherheitsberater Chung Eui Yong berichtete in Übereinstimmung mit Trump, dass das Treffen in zwei Monaten stattfinden soll. Im Vorfeld hatten sich Chung und Kim in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang zu einem Gespräch getroffen, welches vier Stunden dauerte und kein wirkliches Ergebnis zur Folge hatte.

Atomwaffen-Verzicht gegen Sicherheitsgarantie

Im Gespräch mit Chung stellte Kim klar, dass Nordkorea nur dann auf Atomwaffen verzichten werde, wenn die USA im Gegenzug eine Sicherheitsgarantie für sein Land geben würden. Zur Zeit ist völlig unklar, an welchen Ort, Uhrzeit und Umfang das mit Spannung erwartete Gipfeltreffen stattfinden wird.

Die Lage in Ostasien gilt seit den gegenseitigen Anfeindungen zwischen den USA und Nordkorea als angespannt. Vor allem die Tests mit Langstreckenraketen sorgten in der Region für Unruhe.

Japan fühlt sich durch die nordkoreanischen Bestrebungen Nordkoreas ein Atomwaffenprogramm aufzubauen bedroht. Im letzten Jahr überflogen mehrere Raketen das japanische Festland oder stürzten kurz vor der Küste ins Meer ohne einen Schaden zu verursachen. Die neueste Langstreckenrakete Nordkoreas soll Berechnungen zufolge mit rund 14.000 km Reichweite die USA treffen können.

Nordkorea auf Augenhöhe mit Westen

Die Entwicklung seines Atomwaffenprogramms versetzt Nordkorea in die Situation auf dem gleichen Level mit den USA zu sprechen, weil das Land mittlerweile als Atommacht anerkannt gilt.

Die massiven Sanktionen der Vereinigten Staaten und der Vereinten Nationen zeigen mittlerweile negative Auswirkungen auf die nordkoreanische Wirtschaft. Vor allem die China-Exporte verzeichneten Einbrüche in einem hohen zweistelligen Bereich.

Die Sanktionen sollen Trump zufolge trotz des vorgesehenen Gipfeltreffens beibehalten werden. Ein Abschied vom Atomwaffenprogramm bedeutet langwierige Gespräche, bei dem die technischen Anlagen überprüft werden und dies ist eine hochkomplexe Angelegenheit. US-Präsident Donald Trump gilt als ungeduldig, weshalb es bei einer atomaren Abrüstung Nordkoreas zu Problemen kommen könnte.

Von einem vorsorglichen militärischen Präventivschlag gegen die nordkoreanische Diktatur dürften die USA und Japan im Vorfeld des Gipfels erst einmal Abstand nehmen, um mögliche weitere Friedensverhandlungen nicht zu gefährden.

Das letzte Atomabkommen von 1994 bei dem sich Nordkorea für einen Verzicht auf nukleare Waffen ausgesprochen hatte, brach das Land und startete ein geheimes Atomwaffenprogramm. Im Jahr 2006 wurde die erste Atombombe gezündet, dem weitere Nukleartests folgten.

Das Land soll Spekulationen und Berechnungen nach über ein bis zwei Dutzend Atombomben verfügen, die bei einer militärischen Auseinandersetzung eingesetzt werden könnten und eine atomare Verseuchung der koreanischen Halbinsel zur Folge hätten.

Die Winterolympiade in Südkorea nutzte Nordkorea für eine Entspannungspolitik, bei der erstmals seit Jahrzehnten beide Koreas mit gemeinsamen Mannschaften in den Wettkämpfen antraten. Ein atomwaffenfreies Nordkorea dürfte für die USA sehr teuer werden, hier scheint ein Abzug der US-Truppen aus Südkorea eine wahrscheinliche Forderung Kims zu werden.

Beitragsbild: @ depositphotos.com / goodstocker.yandex.ru

Andreas Krämer
Andreas Krämer ist seit über 12 Jahren als Texter mit seinem Schreibbüro (www.sauerlandtext.de) aktiv. Er hat sich auf die Erstellung von Fachtexten, Blogbeiträgen, Newsartikeln und App-Testberichte für kommerzielle Webseitenbetreiber sowie Printmedien spezialisiert.
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