Dritter Weltkrieg vorerst gebannt
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Dritter Weltkrieg vorerst gebannt?

Die Gefahr eines Dritten Weltkriegs ist nach Einschätzung von Wladimir Boldyrjow, dem Armeegeneral der russischen Reservetruppen, trotz der extrem angespannten Lage im Syrienkrieg, noch nicht alarmierend. Wie er dem Onlinemagazin „Swesda“ mitteilte, sei die Lage in Syrien noch nicht reif für einen dritten Weltkrieg, weil Politiker noch vernünftig genug seien, einen solchen Krieg nicht auszulösen.

Syrien als Auslöser?

In Syrien sind Parteien beteiligt, die nach unterschiedlichen Zielen streben und im schlimmsten Fall könnte eine Fehlentscheidung den seit sieben Jahren herrschenden Bürgerkrieg zu einem überregionalen Krieg werden lassen. Russland bildet mit Syrien ein Militärbündnis, weshalb ein Eingreifen seitens der USA und den NATO-Staaten als kriegerische Handlung eingestuft werden könnte.

Laut General Boldyrjow haben der Mittelmeerraum und der Nahe Osten eine starke Bedeutung für Russland. Die Auseinandersetzung in Syrien sei ein regionaler Konflikt, die Aufgabe der USA bestehe darin, einen Teil des syrischen Terrains zu beherrschen, die Gruppierungen zu verlegen und ihn als Brückenkopf einzusetzen. Diese Auseinandersetzung diene dazu, eigene Gruppierungen und Stützpunkte zu bilden. Zum dritten Weltkrieg werde es nicht kommen, der Boden sei dazu noch nicht reif.


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Der mutmaßliche Giftgasangriff auf die syrische Stadt Duma hat weltweit für Entsetzen gesorgt. Die Regierungen fordern seit diesem gravierenden Vorfall Konsequenzen und sprechen sich teilweise für einen Militärschlag aus. Die Lage ist wegen der zahlreichen beteiligten Länder und Gruppierungen unübersichtlich. Der Konflikt kann nicht leicht gelöst werden und erfordert enormes diplomatisches Geschick.

USA und Russland im Syrienkonflikt

US-Präsident Donald Trump drohte am Dienstag, den 11. April 2018 per Twitter mit einem Raketenangriff auf syrische Stellungen und stimmte Russland auf die geplante Attacke ein. Einen Tag später ruderte er wieder zurück und das veranlasste die russische Regierung dazu über die „Twitter“-Politik Trumps zu spotten. Wie viele weitere Regierungschefs forderte auch Trump Folgen für den Giftgasangriff. Der umstrittene Präsident Assad wies den Verdacht zurück, sein Militär sei für den Angriff mit Giftgas verantwortlich gewesen.

Wer für den Giftgasangriff verantwortlich ist, bleibt unklar, seien es Fake News (Falschmeldungen) gewesen, die von einem Giftgaseinsatz durch Regierungstruppen Syriens berichtet hätten. Die Terroristen und die zerstrittene Widerstandsbewegung sollten durch diese Falschmeldungen in anderem Licht erscheinen, damit militärische Angriffe von außen eine Berechtigung hätten.

Seit rund 14 Tagen liegt der US-Zerstörer „Donald Cook“ nur rund 100 Kilometer von Syrien entfernt im Hafen. Der Zerstörer ist mit 60 Marschflugkörpern des Typs Tomahawk bewaffnet, die für den Angriff auf ausgewählte syrische wie russische Stellungen eingesetzt werden könnten.

Was würde bei einer Konfrontation USA vs. Russland passieren?

Bei einer Konfrontation zwischen Russland und den USA würden unterschiedliche Waffen eingesetzt, wie das US-Magazin „The National Interest“ (TNI) berichtet. Die US-Streitkräfte seien mit ihren Schiffen der hochmodernen Arleigh Burke Klasse, der SS Donald Cook (DDG-75) und USS Laboon (DDG-58) vertreten. Das U-Boot USS Georgia (SSGN-729) sei mit 155 Tomahawk-Raketen ausgerüstet und mit hoher Wahrscheinlichkeit könnten von hier aus die ersten Raketen auf Syrien abgefeuert werden.

Als Marschflugkörper stehen den USA die Tomahawk und AGM-158B Raketen für einen möglichen Angriff zur Verfügung. Die französische Fregatte Aquitaine, die mit 16 SCALP EG Bodenangriffs-Raketen mit 300 Meilen Reichweite ausgerüstet ist, befindet sich in der Nähe Syriens. Frankreich würde seine Marine und Luftwaffe jedoch erst einsetzen, wenn die syrische Luftverteidigung durch die USA zerstört würde. Russische Ziele seien dabei von Angriffen ausgenommen.

Von Russland könnten US-Stellungen in Syrien mit Kalibr-Raketen und X-101 Marschflugkörpern angegriffen werden. Russische Luftabwehrsysteme wie S-300 und S-400 seien dem TNI zufolge nicht geeignet Raketen und Flugzeuge der USA abzuschießen.

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Beitragsbild: @ depositphotos.com / ronniechua

Andreas Krämer

Andreas Krämer

Andreas Krämer ist seit über 12 Jahren als Texter mit seinem Schreibbüro aktiv. Er hat sich auf die Erstellung von Fachtexten, Blogbeiträgen, Newsartikeln und App-Testberichte für kommerzielle Webseitenbetreiber sowie Printmedien spezialisiert.
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