Die richtige Wärmebildkamera kaufen

(Bildquelle: amazon.de)

Der Top Hersteller im Bereich Infrarotkameras ist ohne Zweifel der Hersteller FLIR. Und hier sind die besten Performer unbestritten die FLIR E60 und die FLIR E50. Aber mal ehrlich… wer von uns Preppern gibt einfach mal so 8.000 Steine für eine Wärmebildkamera aus..?
Doch wir haben Glück, denn es geht auch deutlich günstiger. Aber zunächst klären wir mal kurz eine andere Frage:

Warum überhaupt eine Wärmebildkamera kaufen

Wärmebildkameras (oder auch Infrarotkameras genannt) ermöglichen es uns Informationen zu „sehen“ die eigentlich unsichtbar für unser bloßes Auge sind. Dabei erfasst so eine Wärmebildkamera genau wie eine Stinknormale Digicam einfach nur ein ein Lichtspektrum. Bei der normalen Digicam liegt dieses Spektrum im sichtbaren Bereich, bei der „Infrarot“Kamera (wer hätte es gedacht 🙂 ) liegt das Spektrum im Infrarot-Bereich.
Das coole ist jetzt, dass Objekte mit höherer Temperatur auch eine höhere Infrarotstrahlung emittieren.

Ok, toll… aber für was ist das nützlich?
Tja.. für etwa 1.000.000 Sachen. Ein Elektriker kann die Überhitzung von elektronischen Komponenten und überlastete Stromkreise finden. Ein Häuslebauer kann erkennen wo sich in seiner Isolierung ein Leck befindet. Ein Jäger kann erlegtes Wild finden. Die Feuerwehr kann auch bei extremen Rauch den Brandherd aufindig machen. Rettungsorganisationen können verschüttete oder vermisste Personen finden UND das allerbeste: selbst die günstigste Infrarotcamera eignet sich hervorragend um bei vollkommener Dunkelheit andere Menschen zu erkennen. Und das sogar wesentlich besser als militärische Nachtsichtgeräte der 4. Generation, für einen wesentlich kleineren Preis.

Ach ja und noch einen EXTREMEM Vorteil haben Wärmebildkameras im Vergleich zu Nachtsichtgeräten: Sie sind absolut passiv und senden kein unsichtbares Licht aus. Im Gegenzug bedeuted das: Schaue ich gerade durch meine Infrarotkamera und sehe jemanden mit Nachtsichtgerät herumlaufen, leuchtet derjenige wie ein Weihnachtsbaum.

Wer also auch bei Nacht den Überblick behalten möchte, dem kann ich wärmstens empfehlen sich eine günstige Version einer Infrarotcam zuzulegen.

Zurück zu unseren Schweineteuren Vertretern von FLIR und den möglichen Alternativen.

Zunächst mal hab ich eine echt gute Nachricht für Euch: Die Technik bei den vielen verschiedenen Ausführungen an Kameras ist immer die gleiche. Und das über alle Marken und auch Preisklassen hinweg. Selbst die erfassten Temperaturbereiche sind nahezu gleich.
Aber was genau erzeugt dann die rießigen Preisunterschiede?

Entscheidend für den Preis ist zum einen die Auflösung des Gerätes und zum zweiten die technischen (und meiner Meinung nach absolut unnötigen) Spielereien wie z.B. W-Lan, Autofokus, usw.
Die abgespeckten und deutlich günstigeren Geräte kommen ohne diesen Unsinn aus und kosten in Folge auch nur einen Bruchteil der „High-End“ Geräte.

Die Auflösung dagegen spielt meiner Meinung nach schon eine Rolle bei einer Kaufentscheidung. Diese sollte natürlich so hoch wie möglich sein und eben trotzdem noch im Budget liegen.
Kleiner Tipp an dieser Stelle: Alles über 4.000 € hat in der Regel keine bessere Auflösung mehr sondern einfach nur mehr Schnickschnack.

Aber WELCHE Kamera denn nun????

Ok.. ich bin zwar noch nicht ganz fertig mit meinen Ausführungen aber für die, die jetzt schon genervt sind hier mal drei wirklich gute Exemplare:

FLIR E4
FLIR SCOUT TK
CAT S60 (Outdoor-Smartphone)

Warum genau diese drei Modelle?
Ich hab bei meiner Auswahl mehrere Faktoren berücksichtigt:

1. Preis
Das allerwichtigste Kriterium wie ich finde ist der Preis. Ich selbst wäre nicht bereit mehrere tausend Euro für eine Kamera auzugeben die hoffentlich nie genutzt werden muss.

2. Robustheit
Die aufgeführten Modelle kein Schrott und sollten einiges wegstecken. Eine Ausnahme ist hier das CAT S60 Smartphone. Allerdings hat es das trotzdem in meine Empfehlung geschafft, weil man dieses Teil wenigsten auch im Alltag ab und an verwenden kann und das Gerät nicht nur herumliegt.

3. Auflösung
Die Aufllösung bei den aufgeführten Geräten ist nicht die allerbeste, aber Sie ist so gut, dass man damit „arbeiten“ kann. Für mich absolut ausreichend.

4. Sensorempfindlichkeit
In Sachen Sensorqualität stehen die günstigen Modelle den teuren in absolut nichts nach. Die Qualität der Wärmesignaturerkennung ist auch bei den billigeren Modellen extrem gut.

Die richtige IR-Kamera zu kaufen ist nicht so schwer wie du dachtest. Nimm am besten eine aus dem Einstiegssegment der bekannten Hersteller, denn selbst wenn du dir evtl. ein teureres Modell leisten könntest, denk daran: Die teuren Geräte hab in der Regel viele Features die man in einer Notfallsituation nicht braucht und die nur eine zusätzliche Störungsquelle für das Gerät bedeuten.

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